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Unsere Sprechzeiten: Montag - Freitag 07.30 Uhr - 19.30 Uhr & Samstag 08.00 Uhr - 12.00 UhrAm Schäfflerbach 1, 86153 Augsburg, Tel.: 0821 - 6502250

 

Die Parodontologie in unserer Zahnarztpraxis team DENTALIS in Augsburg.
Leiden Sie unter Parodontitis, die oft auch als Parodontose bezeichnet wird? Die Parodontitis ist eine bakterielle Erkrankung des Zahnhalteapparats und eine der häufigsten oralen Infektionserkrankungen. Neben der Karies stellt die Parodontitis vor allem im Alter eine der wichtigsten Gründe für einen Zahnverlust dar. Der Krankheitsverlauf ist meist chronisch über viele Jahre, teilweise Jahrzehnte.

Neueste Daten aus Studien zeigen, dass in Deutschland fast jeder zweite Erwachsene über 35 Jahren eine behandlungsbedürftige Parodontitis hat.

Vergleich gesundes Parodont, erkranktes Parodont

Aufgrund des schleichenden und schmerzfreien Krankheitsverlaufs wird diese Erkrankung häufig vom Patienten nicht wahrgenommen. Allerdings gibt es frühe Warnzeichen wie, Zahnfleischbluten, -schwellungen, Mundgeruch und auch Zahnlockerungen.

Raucher haben einerseits ein erhöhtes Risiko überhaupt an Parodontitis zu erkranken und zusätzlich fehlen auch wichtige Warnzeichen wie Zahnfleischbluten aufgrund des Nikotins, so dass ihnen die Erkrankung oft zu spät auffällt.

Die Parodontologie in unserer Zahnarztpraxis team DENTALIS in Augsburg.
Leiden Sie unter Parodontitis, die oft auch als Parodontose bezeichnet wird? Die Parodontitis ist eine bakterielle Erkrankung des Zahnhalteapparats und eine der häufigsten oralen Infektionserkrankungen. Neben der Karies stellt die Parodontitis vor allem im Alter eine der wichtigsten Gründe für einen Zahnverlust dar. Der Krankheitsverlauf ist meist chronisch über viele Jahre, teilweise Jahrzehnte.

Neueste Daten aus Studien zeigen, dass in Deutschland fast jeder zweite Erwachsene über 35 Jahren eine behandlungsbedürftige Parodontitis hat.

Vergleich gesundes Parodont, erkranktes Parodont

Aufgrund des schleichenden und schmerzfreien Krankheitsverlaufs wird diese Erkrankung häufig vom Patienten nicht wahrgenommen. Allerdings gibt es frühe Warnzeichen wie, Zahnfleischbluten, -schwellungen, Mundgeruch und auch Zahnlockerungen.

Raucher haben einerseits ein erhöhtes Risiko überhaupt an Parodontitis zu erkranken und zusätzlich fehlen auch wichtige Warnzeichen wie Zahnfleischbluten aufgrund des Nikotins, so dass ihnen die Erkrankung oft zu spät auffällt.

Wie entsteht eine Parodontitis/Gingivitis?

BehandlungsblaufDie Ursache einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und die sich daraus entwickelnde Entzündung des ganzen Zahnhalteapparates (Parodontitis) sind nach heutigem Wissensstand unbestritten Bakterien. Unter bestimmten Umständen kann sich dieser Biofilm (Plaque) über den Zahnfleischrand entlang der Wurzeloberfläche ausbreiten.

Ursachen wie überstehende Füllungsränder, Kronen, Zahnstein oder Zahnfehlstellungen, aber auch eine mangelnde Mundhygiene mit unzureichender Entfernung der weichen Beläge führen zu einer vermehrten Anlagerung eines Biofilmes.

Gerade in der Tiefe dieses Biofilms etablieren sich besonders aggressive Bakterien, die sich in Anwesenheit von Sauerstoff nicht bilden würden. Einerseits führen diese Bakterien zu einer Zerstörung des Weichgewebes durch Ausschüttung von Giftstoffen, auf der anderen Seite führt vor allem die eigene Immunabwehr (durch den Versuch diese Bakterien zu eliminieren) zu einer Zerstörung des Gewebes. Wenn sich dieser Prozess noch im Bereich des Zahnfleischsaums befindet, nennt man dies eine Gingivitis mit pathologischen Zahnfleischtaschen.

Oft kann das Immunsystem die Entzündung in dem Zahnfleischbereich halten bzw. eindämmen, doch sobald bestimmte systemische Faktoren, die die Immunabwehr beeinträchtigen, dazu kommen, etabliert sich meist eine Parodontitis. Somit ist nicht nur das Zahnfleisch betroffen, sondern die Gewebezerstörung durch bakterielle Giftstoffe, aber vor allem auch körpereigene, immunologische Entzündungsstoffe, betrifft nun den ganzen Zahnhalteapparat (Knochen, Bindegewebe und schützendes Saumepithel).

Solche Faktoren sind: Rauchen, Stress, genetische Faktoren, Allgemeinerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus).

Behandlungskonzept:

Das Hauptziel der parodontalen Therapie ist die Prävention bzw. Beseitigung der Infektion und der hierdurch bedingten Entzündungsreaktion. Im Vordergrund steht dabei die drastische Reduktion oder Elimination der krankheitsverursachenden Noxen, in diesem Fall der Bakterien bzw. des Biofilms.

Eine systematische Parodontitisbehandlung beinhaltet grundsätzlich mehrere, aufeinander aufbauende Behandlungsschritte. Der Beginn der Behandlung stellt eine umfassende Diagnostik dar, mit welcher Art und Schwere der Erkrankung bestimmt werden. Klinisch beurteilt man den Gesamtzustand des Gebisses, die Zahnlockerung, die Tiefe der Taschen (Sondierungstiefe), den Zahnfleischrückgang und die Mundhygiene des Patienten. Außerdem werden durch Röntgenaufnahmen der Knochenverlauf und ggf. die Knochendefekte festgestellt.

In manchen Fällen werden ergänzend mikrobiologische (Nachweis bestimmter parodontalpathogener Bakterien) und genetische (Nachweis einer genetischen Veranlagung) Tests durchgeführt.

Phase I – Parodontitis-Vorbehandlung:

Ohne Bakterien gibt es keine Parodontitis. Die kontinuierliche Anwesenheit von Bakterien ist Bedingung für das Fortbestehen der Entzündung und fortschreitenden Stützgewebsverlust. Damit eine Parodontitis heilt, müssen daher sämtliche Bakterienbeläge von den erkrankten Zähnen entfernt werden. Und damit sich die Bakterien nicht wieder von Neuem bilden, muss der Patient lernen, seine Zähne perfekt sauber zu halten.

Die Parodontitis-Vorbehandlung besteht meistens aus 2 bis 4 Sitzungen (je nach Schweregrad der Erkrankung) und wird im Abstand von jeweils einer Woche von einer zertifizierten Dentalhygienikerin oder Prophylaxehelferin durchgeführt. In diesen Sitzungen werden bakterielle Auflagerungen bis zum Zahnfleischrand gründlichst entfernt und dafür gesorgt, dass sich keine neuen Plaquebakterien auflagern. Darüber hinaus wird dem Patienten gezeigt, wie er zu Hause eine optimale Zahnpflege betreiben kann.

In den folgenden Sitzungen werden die Patienten einerseits remotiviert, aber auch der Lernerfolg kontrolliert.
Ohne diese Maßnahmen wären alle weiteren Therapieschritte nur von kurz andauerndem Erfolg.

Phase II – Nicht-chirurgische Parodontitisbehandlung:

Unsere beste Therapie in der Phase II stellt in unserer Zahnarztpraxis in Augsburg das neue Konzept der Rundum-Desinfektion dar, der sogenannten Full-Mouth-Disinfection (FMD). Diese Therapie ist eine Kombination aus der eigentlichen nichtchirurgischen Parodontitisbehandlung mit einer pharmakologisch-desinfizierenden Begleittherapie, welche vor allem die spätere Neuinfektion der Taschen verhindern soll. Vorteile der Full-Mouth-Disinfection zur konventionellen Therapie sind, dass eine größere Reduktion der pathogenen Bakterienmenge zu erwarten ist, und damit zu einer effektiveren Reduktion der Taschentiefen kommt.

Das neue Konzept sieht daher vor, sehr rasch, möglichst innerhalb von 24 Stunden, alle Quellen einer möglichen Re-Infektion auszuschließen und somit die Reinigung der oberflächlichen und tiefer liegenden Zahnoberflächen in nur ein bis maximal zwei Sitzungen durchzuführen. Gleichzeitig wird durch Zungenreinigung und Sprühdesinfektion des Rachenraums in Verbindung mit speziell hochwirksamen Mundspüllösungen ein gesundes Milieu ohne Parodontitis-Bakterien geschaffen. Die Reinigung der Wurzeloberflächen erfolgt sowohl mit Schall-, Ultraschall- als auch Handinstrumenten. Anschliessend werden die in der Zahnfleischtasche noch verbliebenen Bakterien mit niedrigabrasiver Glycin-Pulverstrahltechnik entfernt und die Wurzeloberflächen geglättet.

Zusätzlich wird der Patient angehalten in den ersten Monaten nach der Behandlung durch Spüllösungen und Gelen die Vermeidung einer Neuinfektion zu unterstützen. Letztendlich sollte auch der Partner sich untersuchen lassen, da es sich bei der Parodontitis um eine Infektionskrankheit handelt und somit eine potentielle Infektionsquelle vermieden werden kann.

Reevaluation der Phase II

Zwei bis drei Monate nach der Durchführung der Phase-II-Behandlung wird der Erfolg der Behandlung durch Erstellung eines neuen Taschenbefundes kontrolliert und mit dem Ausgangsbefund verglichen. Wenn keine behandlungsbedürftigen Taschen mehr vorliegen, geht die Therapie gleich in Phase IV (Erhaltungstherapie) über, was die Mehrzahl der Patienten betrifft. Sind aber noch Resttaschen verblieben, ist ggf. eine korrektive (chirurgische) Therapie (Phase III) indiziert.

Phase III – chirurgische Parodontitisbehandlung:

Tiefe Resttaschen, die durch die nicht chirurgische Parodontitistherapie nicht beseitigt werden konnten, werden chirurgisch behandelt. Bei den konventionellen „Lappenoperationen“ werden die Wurzeloberflächen unter Sicht gereinigt und danach das Zahnfleisch über die sauberen Oberflächen vernäht. Mit diesem Verfahren lassen sich zwar die Taschentiefen weiter reduzieren, nicht aber das verloren gegangene zahnumgebende Gewebe wiederherstellen.

Die regenerativen Techniken versuchen dagegen nicht nur die Taschentiefen zu reduzieren, sondern zusätzlich die entstandenen Verluste am Knochengewebe wieder aufzubauen. Dazu stehen viele verschiedene Methoden zur Verfügung wie z. B. autologe Knochentransplantate oder Knochenersatzmaterialien (tierischer Herkunft oder synthetisch). Bei beiden inzwischen etablierten Verfahren dient der eingebrachte Knochen als resorbierbares Gerüst, in welches der eigene Knochen einwachsen und so den Knochendefekt wieder aufbauen kann.

Gesteuerte Geweberegeneration

Eine weitere Technik, die bei dem Knochenaufbau verwendet wird, ist die gesteuerte Geweberegeneration (GTR = Guided Tissue Regeneration). Bei dieser Methode wird der gereinigte Knochendefekt mit einer mechanischen Barriere (Membran) abgedeckt. Auf diese Weise entsteht ein Raum, der für die regenerative Heilung des Knochens zur Verfügung steht.

Bei größeren Defekten werden zusätzlich Knochenersatzmaterialien verwendet, die das „Zusammenfallen“ der Membran verhindern und damit den Raum für die Regeneration offen halten. Wie auch bei den Knochenersatzmaterialien existieren sowohl synthetische Membranen als auch Membranen tierischer Herkunft.

Schmelzmatrixproteine

Das primäre Ziel der parodontalen Therapie ist die Regeneration des Zahnhalteapparates. Als die Untersuchungsergebnisse aus Labor und Praxis gezeigt haben, dass die Verwendung von Schmelzmatrixproteinen die Regeneration von parodontalem Gewebe begünstigt, begann eine neue Ära in der regenerativen Parodontitistherapie. Durch die anschließende Entwicklung von Schmelzmatrix-Derivaten konnte der biomimetische Ansatz für die parodontale Regeneration verwirklicht werden. Bei dieser Therapieform werden biologische Vorgänge nachgeahmt, die während der ursprünglichen Entwicklung des Zahnhalteapparates ablaufen.

Die Schmelzmatrixproteine fördern die Anlagerung, das Wachstum und die Differenzierung von Zellen, die für den Aufbau des Zahnhalteapparates entscheidend sind. Sie werden aus Jungschweinen gewonnen und stehen nach entsprechender Aufbereitung in Form eines dünnflüssigen Gels als regenerationsförndernde Substanz zur Verfügung. Nach der Entfernung von Endotoxinen, Bakterien und anderen Antigenen von der Wurzeloberfläche wird das Präparat Emdogain® auf die behandelnden Zähne aufgetragen.

Schmelzmatrixproteine

Das primäre Ziel der parodontalen Therapie ist die Regeneration des Zahnhalteapparates. Als die Untersuchungsergebnisse aus Labor und Praxis gezeigt haben, dass die Verwendung von Schmelzmatrixproteinen die Regeneration von parodontalem Gewebe begünstigt, begann eine neue Ära in der regenerativen Parodontitistherapie. Durch die anschließende Entwicklung von Schmelzmatrix-Derivaten konnte der biomimetische Ansatz für die parodontale Regeneration verwirklicht werden. Bei dieser Therapieform werden biologische Vorgänge nachgeahmt, die während der ursprünglichen Entwicklung des Zahnhalteapparates ablaufen.

Die Schmelzmatrixproteine fördern die Anlagerung, das Wachstum und die Differenzierung von Zellen, die für den Aufbau des Zahnhalteapparates entscheidend sind. Sie werden aus Jungschweinen gewonnen und stehen nach entsprechender Aufbereitung in Form eines dünnflüssigen Gels als regenerationsförndernde Substanz zur Verfügung. Nach der Entfernung von Endotoxinen, Bakterien und anderen Antigenen von der Wurzeloberfläche wird das Präparat Emdogain® auf die behandelnden Zähne aufgetragen.

Parodontitisbehandlung mit Emdogain®

Phase IV – Erhaltungstherapie:

Diese abschließende Phase stellt nun den wichtigsten Teil dar, um sich über einen langfristigen Erfolg zu erfreuen und das Ergebnis zu sichern. Ziel ist es, durch regelmäßige professionelle Zahnreinigungen (im ersten Jahr min. alle 3 Monate), die pathogenen Bakterien, die natürlicherweise im Mund vorkommen, nicht mehr in einem Biofilm etablieren zu lassen damit es zu keiner Neuinfektion kommt. Zusätzlich sind diese regelmäßigen Kontrollen auch wichtig, damit wiederauftretende Probleme rechtzeitig erkannt werden und durch Remotivation behoben werden können.

Der Sieg über die Parodontitis ist nur durch die Zusammenarbeit eines Teams möglich, welches aus Zahnarzt, Dentalhygienikerin und vor allem dem Patienten besteht.

Korrektur des Zahnfleischverlaufes

Die Notwendigkeit zur Korrektur des Zahnfleischverlaufes kann sich aus vielen Gründen ergeben. Grundsätzlich können entweder die freiliegenden Wurzeloberflächen abgedeckt werden (additive oder aufbauende Verfahren), oder aber abtragende (resektive) Verfahren zum Einsatz kommen.

Ziele einer Verlängerung der klinischen Krone

Die Verlängerung der klinischen Krone kann die alleinige Korrektur des Zahnfleisches betreffen (Gingivoplastik/Gingivektomie) oder aber die Korrektur des Verlaufs des zahntragenden Alveolarknochens (Osteoplastik/Ostektomie) mit einbeziehen. Letzteres wird als „chirurgische Kronenverlängerung“ bezeichnet.

Diese Technik wird immer dann eingesetzt, wenn ein Zahn für die Aufnahme einer Krone zu kurz ist oder die Karies an dem betroffenen Zahn unter dem Zahnfleischniveau liegt und damit das Legen einer Füllung unmöglich macht. Auch bei Zahnfrakturen unter dem Zahnfleischniveau, der Verletzung der biologischen Breite oder zur Erleichterung der Mundhygiene kann die chirurgische Kronenverlängerung indiziert sein.

Es existieren auch zahlreiche kosmetische Indikationen für die Korrektur des Zahnfleischverlaufes.

Dazu zählen:

  • das Vorliegen eines unregelmäßigen Zahnfleischverlaufes (siehe Beispiel),
  • unvollständiger Durchbruch der Schneidezähne und dadurch zu kurze klinische Zahnkronen,
  • hoher Zahnfleischverlauf (gummy smile).

Die chirurgische Kronenverlängerung stellt einen minimalinvasiven Eingriff dar, bei dem der Zahnfleischverlauf korrigiert und harmonisiert wird.

Beispiel einer Harmonisierung des Zahnfleischverlaufes

Ursachen der parodontalen Rezessionen

Als parodontale Rezession bezeichnet man den Rückgang des Zahnfleisches mit Freilegung der Wurzeloberfläche.
Die freiliegenden Zahnhälse werden von den betroffenen Patienten heutzutage immer mehr als ästhetische Beeinträchtigung empfunden. Häufig wünschen die Patienten, die optisch störenden langen Zähne ästhetisch korrigieren zu lassen.

Bei der Entstehung einer Rezession spielen viele Faktoren eine Rolle. Zu den wichtigsten prädisponierenden Faktoren gehört ein dünner Zahnfleischtyp, der erblich bedingt ist. Dieser Biotyp ist durch eine besonders dünne Zahnfleischschicht gekennzeichnet. Auch der darunter liegende Knochen weist über den Zahnwurzeln kleinere Defekte auf oder er fehlt sogar in ausgedehntem Maße. Schon bei kleineren Verletzungen der Schleimhaut, die bereits durch eine falsche, traumatisierende Putztechnik entstehen können, entwickeln sich bei solchen Patienten die Rezessionen.

Auch die Zahnfehlstellungen, schlecht passende zahnärztliche Restaurationen oder kieferorthopädische Behandlung mit übermäßiger fazialer (nach vorn gerichteter) Bewegung der Zähne können parodontale Rezessionen hervorrufen. Ferner entstehen die Rezessionen im Rahmen der Parodontitis, da bedingt durch den Knochenabbau auch das Zahnfleisch sich zurückzieht und die Wurzeloberflächen entblößt werden.

Beispiele für parodontale Rezessionen

Durch die Rezessionen entsteht ein unharmonischer Zahnfleischverlauf, der sehr häufig mit einer Überempfindlichkeit der Wurzeloberflächen verbunden ist. Darüber hinaus werden die freiliegenden Wurzelbereiche, die nicht so hart wie der Zahnschmelz selbst sind, durch tägliche Zahnpflege regelrecht weggeputzt (= Putzdefekte = keilförmige Defekte). Letztendlich gehört auch die Wurzelkaries zu den möglichen Komplikationen an den freiliegenden Wurzeloberflächen.

Behandlungsbedarf und Behandlungsmöglichkeiten

Sowohl der Behandlungsbedarf als auch die Prognose einer Rezessionsdeckung müssen individuell besprochen werden. Der Behandlungsbedarf erklärt sich zum einem aus der medizinischen Notwendigkeit und zum anderen aufgrund ästhetischer Wünsche des Patienten, die optisch störenden langen Zähne zu korrigieren.

Die medizinische Indikation für eine Rezessionsdeckung ist oft eine Überempfindlichkeit der freiliegenden Zahnhälse oder der zunehmende Rückgang des Zahnfleisches, der letztendlich die Mundhygiene beeinträchtigt und damit Entzündungen fördert. In Betracht kommt auch die Kariesprophylaxe der anfälligen Wurzeloberflächen. Bei einer ästhetischen Indikation lassen sich die überextendierte Kronen und die unregelmäßigen Längen der Zähne vermeiden.

Kleinere Rezessionen bei Patienten mit einer guten und atraumatischen Mundhygiene ohne Beschwerden und ohne erhöhte Kariesanfälligkeit müssen aus medizinischer Sicht nicht zwangsweise behandelt werden.

Die Rezessionsbehandlung erfolg auf zwei unterschiedliche Arten: chirurgisch und/oder nicht chirurgisch. Die nicht chirurgische Behandlung hat zum Ziel, die Folgen der Rezessionen zu beseitigen oder zu mindern. Dazu gehört die Umgewöhnung der Zahnputztechnik zugunsten einer atraumatischen nicht abrasiven Putztechnik mit einer weichen Zahnbürste. Die nicht chirurgische Behandlung beinhaltet auch die Reduktion der Überempfindlichkeit der Wurzeloberflächen durch Auftragen von Schutzlacken (desensibilisierende Medikamente) oder bei größeren Putzdefekten die füllungstherapeutische Behandlung.

Dabei werden in der Regel die Putzdefekte unter Verwendung von „Dentinkleber“ durch zahnfarbene Komposite-Materialien aufgefüllt. Die Rezession selbst wird bei der nicht chirurgischen Behandlung nicht beseitigt.

Die chirurgische Behandlung verfolgt als Ziel der Abdeckung der freiliegenden Wurzeloberflächen. Die Prognose für eine solche Abdeckung hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. So gibt es für die den Rückgang des Zahnfleisches im Kontaktbereich zwischen zwei benachbarten Zähnen bislang keine voraussagbare Technik einer Abdeckung, während für den alleinigen Rückgang des Zahnfleisches im vorderen sichtbaren Bereich eines Zahnes (vestibuläre Rezession) die Prognose durchaus gut sein kann.

Zahlreiche Methoden wurden in den letzten Jahren durch Variationen der Schnittführung und Lappenverlagerung in Kombination mit Transplantaten und Membranen entwickelt. Die am häufigsten verwendete Transplantate stellen die Bindegewebstransplantate und freie Schleimhauttransplantate dar, wobei letztere nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Durch Verschiebeplastiken, insbesondere den koronalen Verschiebelappen (Bernimoulin 1975), sind wir in der Lage, freiliegende Wurzelbereiche abzudecken.

Diese kombinieren wir häufig mit Bindegewebstransplantaten, die sozusagen als Unterlage dienen. Dadurch erreichen wir nicht nur die Abdeckung der Wurzeloberfläche, sondern auch eine Verdickung der Gewebe, was wiederum die Widerstandsfähigkeit des Ergebnisses erhöht.

Beispiel Deckung der freiliegenden Wurzeloberflächen (Rezessionen)

Bei neueren Techniken, insbesondere der Tunneltechnik, kann der Zahnarzt die Bindegewebstransplantate einbringen und gleichzeitig auf die Entlastungsschnitte komplett verzichten. Dieses Vorgehen verbessert die Blutversorgung des operierten Gebietes und damit die Wundheilung. Auch das kosmetische Ergebnis profitiert von der Technik aufgrund fehlender Narbenbildung.

Wie bei der regenerativen Parodontitistherapie können bei der Rezessionsdeckung auch biologische Faktoren zum Einsatz kommen. Auch wenn ausreichende Langzeitergebnisse noch fehlen, scheinen die Verschiebeplastiken, insbesondere in Kombination mit Schmelzmatrixproteinen, die Ergebnisse der Rezessionsdeckung zu begünstigen.

Kontakt - Zahnarztpraxis Augsburg

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Praxiszentrum für Innovative Zahnmedizin
Dr. Chrobot, Dr. Scholibo, ZA Hr. Özcan GbR

Am Schäfflerbach 1 / Ecke Prinzstraße
86153 Augsburg
Tel.: 0821 - 6502250
Fax: 0821 - 65022522

Web: www.team-dentalis.de
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CMD - Craniomandibuläre Dysfunktion
Diese Internetseite soll Sie darüber informieren, wie sich die Funktionsdiagnostik- und Therapie als neuer Fachbereich in der Zahnheilkunde bei Kiefergelenkserkrankungen richtig anwenden lässt.
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Zahnarzt Notdienst
Sie haben Zahnschmerzen am Wochenende oder spät am Abend und suchen außerhalb der Sprechzeiten einen Zahnarzt in Augsburg, im Umkreis von Augsburg wie etwa in Gersthofen, Friedberg, Neusäß, Königsbrunn oder in Ihrer Nähe?
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